Verein Miteinander leben e.V. unterstützt Petition „Kultur ins Grundgesetz“

Der Verein Miteinander leben e.V. in Mölln hat sich als einer der Erstunterzeichner einer Petition angeschlossen, die von namhaften Künstlern und Kulturschaffenden gestartet wird, um Kultur unter den besonderen Schutz des Grundgesetzes zu stellen. „Die Freiheit der Kunst wird unter Artikel 5 Abs. 3 des Grundgesetzes geschützt und stellt damit ein Grundrecht dar. Doch Kunst und Kultur können nur frei sein und ihre gesellschaftliche Aufgabe erfüllen, wenn ihnen die dafür notwendige Achtung und Akzeptanz auf bundespolitischer Ebene entgegengebracht wird. Bislang wird die Kulturförderung in weiten Teilen als freiwillige Aufgabe der Länder und Kommunen betrachtet. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass der Stellenwert von Kunst und Kultur als ein kollektives gesellschaftliches Interesse grundrechtlich geschützt werden muss. Dies beinhaltet nicht nur den Schutz unseres kulturellen Erbes, sondern auch die Förderung der kulturellen Landschaft in ihrer ganzen Vielfalt“, so der Wortlaut der Petition.

Stoppok spielt auf der Folksfestbühne 2020
Das Möllner Folksfest bot in diesem Jahr trotz der herausfordernden Corona-Pandemie Open-Air-Konzerte im Stadthauptmannshof, wie hier mit einem politischen Konzert Stefan Stoppok, sowie Schulkonzerte an den Grundschulen der Region, um weiterhin der Kultur eine Bühne zu geben und mit Kultur für Vielfalt zu werben. © Jens Butz

Aufmerksam wurde der Vorstand des Vereins Miteinander leben e.V. auf diese Initiative durch Liedermacher und Sänger Hans Eckhardt Wenzel, der dem Möllner Folk- und Folksfestpublikum bestens bekannt ist. „Eine Gesellschaft, die ihre Kultur nicht achtet und schützt, ist dem Untergang geweiht, dass zumindest belegt uns die Geschichte. Ihre Mitglieder verrohen oder verkommen egoistisch. Kultur und Kunst bedeuten nicht „Verhübschung“ der Welt. Sie sind notwendig, damit der Mensch seinen sozialen Zusammenhalt nicht verliert“, sagt Wenzel und findet damit rückhaltlose Unterstützung beim Verein Miteinander leben e.V..

https://www.kulturinsgrundgesetz.de.

Ein Großteil unserer Arbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus ist in der kulturellen Bildung angesiedelt, mit dem Möllner Folksfest, den Schulmusikkonzerten „Share my Music“, dem „mobilen demokratietheater“. Die Kreativität der Kultur in all ihren Facetten ist eine unserer wirksamsten Waffe gegen Menschenfeindlichkeit und ein großer Schutzschild der Demokratie„, sagt Vereinsvorsitzender Mark Sauer.

Jörg Rüdiger Geschke, Programmchef des Möllner Folksfestes und Kreisfachberater für Kulturelle Bildung © Jens Butz

Dem pflichtet Jörg Rüdiger Geschke, Kreisfachberater für Kulturelle Bildung und Programmchef des Möllner Folksfest bei: „Kultur ist Lebensmittel. Deshalb kann es nicht sein, dass diese unverzichtbare Ressource gesellschaftlichen Lebens nicht mit an erster Stelle staatlicher Verantwortung gehört. Das muss selbstverständlich sein.“

Den Anstoß im Verein Miteinander leben e.V., sich als Erstunterzeichner für diese Petition einzusetzen, kam von Manne Fricke, der als Soundtechniker des Möllner Folksfestes und in vielen anderen Funktionen für Kultur in der Region aktiv ist. „Sein Vortrag im Vorstand war unwiderstehlich“, bestätigt Mark Sauer und hofft auf viele Unterzeichner*innen und Unterstützer*innen für dieses Anliegen unter https://www.kulturinsgrundgesetz.de.

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