16. Möllner Folksfest

„Wir sind nicht still!“

„Wir sind nicht still!“ lautet der passende Titel einer Demonstration und Kundgebung, die am Reformationstag, 31.10.2020, in Lauenburg, zum dritten Male nach Berkenthin und Ratzeburg in den vergangenen Jahren, für mutiges Eintreten gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit werben will.

Das will das Möllner Folksfest auch! Seit 1992 wirbt es mit Weltmusik und politischen Beiträgen unermüdlich für dieses Anliegen und möchte es auch in diesem Festivaljahr trotz aller Coronabeschränkungen tun. So ist kurzerhand das Angebot an die Freunde in Lauenburg erfolgt, das gemeinsame Motto mit musikalischen Folksfest-Leben zu füllen, mit Bands, die im Juni und August noch nicht auftreten konnten.

Die „Tinnitussis“ spielen zur Demonstration
„Wir sind nicht still!“ in Lauenburg am Reformationstag

Da boten sich vor allem die „Tinnitussis“ aus Hamburg an, eine lautstarke, fetzige Blasmusikkombo, bestehend und passend zu Corona aus musizierenden Ärzten des Hamburger Uniklinikums. Die können gar nicht still und werden daher auch den geplanten Demonstrationszug durch Lauenburg anführen, der am 31.10.2020 um „5 vor 12“ vom Fürstengarten mit Maske und Abstand starten will.

Heinz Ratz wird mit seinem „Liedermacher-Überlebens-Mobil“ in Lauenburg Station machen

Dazu gesellen wird sich auch der politische Liedermacher Heinz Ratz in seinem „Lümmel“, dem „Liedermacher-Überlebens-Mobil“. Er freut sich sehr, auf seiner Norddeutschland-Tour in Lauenburg zu solch einem Ereignis Station machen und das Anliegen der Kundgebung mit seinen politischen Texten unterstützen zu können. Dabei ist es ihm ebenso ein Anliegen, auf die aktuell prekäre Situation vieler Musiker*innen im Land hinzuweisen und Spenden für eine fahrbare Bühne zu sammeln.

https://www.startnext.com/kultur-luemmel

Aus Sicht der Organisatoren des Möllner Folksfest ein völlig stimmiges Programm. „Das Möllner Folksfest mit seiner durchweg politischen Ausrichtung passt einfach zu dieser Kundgebung, in Aussage, in Format und in Verbindung zu all den engagierten Menschen, die dort zusammenkommen wollen“, sagt Jörg-Rüdiger Geschke, Programmchef des Möllner Folksfestes.

Echte Möllner Folksfest-Atmosphäre mit Stoppok

Stoppok begeisterte das Möllner Folksfest-Publikum im Stadthauptmannshof
Foto: Jens Butz
Stoppok präentierte satten deutschsprachigen Gitarren-Blues vom Feinsten
Foto: Jens Butz
Stoppok auf der Kulturbühne im Stadthauptmannshof
Foto: Jens Butz

Ein Rückblick auf unsere Eröffnungskonzerte im Livestream

06.06. – FOLK & KABARETT-SITZ-Party

PaBeMeTo als Startband des zweiten Folksfestabend:

Die Zwillingsbrüder Melf Torge Nonn und Pay Bandik Nonn aus Norddeutschland, die auf Blas- und Saiteninstrumenten alt überlieferte Musik quer aus Europa und Eigenkomponiertes spielen, inspiriert von den reichhaltigen Stilistiken unseres großen Kontinents und von ihrer „fantastischen Zeit“, den ersten gemeinsamen Monate in diesem kleinen Ei, als sie vor 25 zum ersten Mal gemeinsam kreativen Unsinn machten…

Die fulminante Topband des Abends:
Gankino Circus hat im letzten Jahr in Rudolstadt den Deutschen Preis für Folk und Weltmusik gewonnen. Sie kommen aus dem fränkischen Dietenhofen, bezeichnen sich selbst als „die letzten ihrer Art“ und verbreiten landauf, landab Irrsinn und Idyll: vier virtuose Musiker, begnadete Geschichtenerzähler und kauzige Charakterköpfe, ein hinreißend verqueres Bühnengeschehen, handgemachte Musik und eine große Portion provinzieller Wahnsinn – wo, bitte schön, gibt’s das heute noch?

05.06. – SINGER/SONGWRITER-Abend

Staring Girl in einer Duobesetzung, als Support für eine echte Festivalatmosphäre,

Die Hamburger Band gilt als Geheimtipp der Szene. Über sie ist zu lesen, dass man einerseits nicht versteht, warum sie es bislang nicht auf die ganz großen Bühnen geschafft haben, und man dies andererseits gar nicht möchte. Man möchte dieses Kleinod an Außergewöhnlichkeit ganz für sich alleine haben. Da werden große Emotionen thematisiert, ohne sie anzusprechen.

Stargast-Duo des Abends: Dota Kehr und Jan Rohrbach …

Dota Kehr, die „Kleingeldprinzesin“ gehört zu den angesagten Protagonistinnen der deutschsprachigen Singer/Songwriter-Szene und hat im April ihr neues Album mit vertonter Lyrik von Mascha Kaleko herausgebracht. Ihre Musik spannt einen Bogen von fantastisch-verträumten Liebesliedern über unheimliche Zukunftsvisionen und ironisch-gewitzte Großstadt-Songs bis zu einem sommerleichten Splatter-Hit.